Irgendwie besser werden – Website-Relaunch im Mittelstand

Schotterplatz vor runtergekommenen Industriebauten

Die tragende Stütze ist keine schlechte Methapher für den industriellen Mittelstand. Die deutsche Wirtschaft profitiert vor allem vom Know How und Qualitätsbewußtsein, dass dort in Entwicklung und Produktion versammelt ist.

Schaut man auf die Webseiten dieser Unternehmen, findet sich häufig nur Mittelmäßiges, überraschend oft technologisch Veraltetes.

Durchaus bekannte Markenunternehmen muten ihren Kunden grauenhaften Content in veralteten Redaktionssystemen zu, die jenseits des Desktops kaum noch zu lesen sind.

Layout und Usability lassen keinen Zweifel daran, dass viele Firmen früh auf den Webzug aufgesprungen sind und schon Ende der neunziger Jahre, spätestens aber vor Erfindung des Smartphones nichts mehr am digitalen Erscheinungsbild verändert haben.

Generationswechsel läuft

Tatsächlich spielte die Webpräsenz für einige dieser Unternehmen zu Recht eine untergeordnete Rolle. Vertrieb und Marketing laufen hier auf konservativen, gut eingelaufenen Pfaden. Langjährige Beziehungen zu einem stabilen Markt werden eher per Telefon oder mit dem Außendienst gepflegt.

Für alles andere reichte das teuer eingekaufte Contentmanagementsystem, in dem die Telefon- und Faxnummern, ein statischer Anfahrtsplan und vor allem die Unternehmensvision fixiert wurden.

Und für die fünfstelligen Erstellungskosten gab es noch eine bebilderte Firmenhistorie dazu.

Haben das ausgegliederte Entwicklungsbüro, das Startup des ehemaligen Praktikanten und selbst der Caterer eine ansprechendere Seite, sollte die Marketingabteilung den lang gehegten Wunsch nach mehr Frische im Netz an die Geschäftsführung tragen.

Inzwischen beginnt der Wunsch nach einer zeitgemäßen Webstrategie aber auch schon dort, denn mit dem Generationswechsel in familiengeführten Betrieben verschwinden nicht nur die Aschenbecher aus dem Konferenzraum.

Der HTML-kundige Neffe des Seniorchefs ist nicht mehr die universale Antwort auf die digitale Frage – und so beginnt die Partnersuche.

Ob das spezialsierte Designbüro oder die bekannte Onlineagentur die richtige Wahl sind ist dabei zunächst genauso unklar wie die Frage nach dem zu planenden Budget.

Und was mit einem ‘neuen Webauftritt’ beginnt, endet mitunter in einer langfristigen Strategie, permanenter Contentverbesserung und einem aufwändigen Suchmaschinenmarketing.

Erst im Verlauf dieser Planung wird im Unternehmen klar, welcher Aufwand nötig ist – aber auch, welche bisher ungenutzen Möglichkeiten sich hier bieten.

Der Weg wird steinig

Wir werden mit folgenden Beiträgen wichtige Bausteine dieser Entwicklung vorstellen und typische Fallen entlarven.

Nicht alles, was für den Onlinehandel oder ein B2C-Unternehmen unverzichtbar ist, hat für den Zulieferer Relevanz.

Bestimmte technische Lösungen mögen der ‘heißeste Scheiß’ in der Agenturszene sein (oder aber das einzige System, dass der Entwickler beherrscht) – ob es die beste Umsetzung der geforderten Aufgaben ist, kann der Laie nicht beurteilen.

Unternehmensziel sollte dabei nicht nur der eindrucksvolle Neustart sein, der spannende der Teil der Reise beginnt damit erst.

Werbung